Ist die CIA verantwortlich für die Gründung der EU?

Die Europäische Union war ursprünglich kein Projekt der amerikanischen CIA, wie es so oft verbreitet und behauptet wird. Doch es gibt Zusammenhänge. Wahr scheint jedoch, dass die USA und die CIA die Idee der europäischen Union nach den beiden Weltkriegen unterstützten. Es überschneidet sich sehr stark mit den Interessen der amerikanischen Führung. Die EU war daher gedacht als ein Handelsbund, der die Nato im Kalten Krieg gegen Russland unterstützen könnte. Russland und den Kommunismus außen zu halten. Grundlegend war damals, wie auch zum großen Teil heute noch, die Strategie schlicht Russland in seiner Macht zu schwächen und in seinen Territorium einzugrenzen. Was grundlegend mit der deutschen Wiedervereinigung und damit der Erweiterung der EU und der Nato bis hin an die russische Grenze Erfolg versprach.

Die Idee zur Föderalisierung der EU kam indes aus Frankreich. Diese Föderalisierung Europas war damals eine Anstrengung, die auf der Annahme basierte, zukünftig Krieg zwischen den europäischen Ländern zu verhindern. Nützlich sollte dabei sein, dass es nur eine Regierung geben sollte, eine über(ge)ordnete Gewalt und Organisation der Belange. Diese Grundgedanken gingen auf den französischen Präsidenten Charlles de Gaulle zurück. Er war der Präsident in den 1960er Jahren. De Gaulle hinderte anfangs zudem Großbritannien daran sich der EU anzuschließen, da er für Frankreich langfristig einen Machtverlust in Europa ausmachte durch Großbritannien. Frankreich und Großbritannien dominierten damals Westeuropa.

Das Konzept des Euro soll mit der Idee eines US-Amerikaners names James Baker 1985 im sogenannten Plaza-Abkommen gegründet worden sein. Informationen darüber sind dennoch spärlich zu finden. Es sollte eine tragfähige Alternative zum US-Dollar geschaffen werden. Das kann durchaus nachvollzogen werden mittels einer angestrebten internationalen Währungspolitik, da zu der Zeit der Dollar recht stark überbewertet war. Deswegen plante man in den internationalen Währungsmarkt einzugreifen, somit im Grunde Wirtschaften zu regulieren und zu steuern. Starke Währungen sind nicht prinzipiell vorteilhaft, da somit die Importüberschüsse steigen, was die eigene Wirtschaft schwächt. Die Exporte der eigenen Unternehmen sinken und das Wirtschaftswachstum schwächt sich ab, stagniert oder ist sogar rückläufig. Grundlegend wurde offiziell in diesem Abkommen zwischen der USA, Deutschland, Japan, Großbritannien und Frankreich eine Übereinkunft beschlossen, in den internationalen Währungsmarkt einzugreifen, um den US-Dollar abzuwerten und damit das amerikanische Handelsbilanzdefizit bzw. den Importüberschuss zu senken, damit die amerikanische Wirtschaft zu stärken. Von Seiten Japans wird eine Sabotage der eigenen Wirtschaft vermutet, da in Folge des Abkommens die Wirtschaft zum Stagnieren führte.

Auch der zukünftige Präsident Trump will mit einer Importsteuer auf ausländische Waren die eigene Wirtschaft stärken und das Handelsbilanzdefizit senken. Ein weiterhin steigender Dollar lässt zwar grundlegend finanzielle Mittel in den amerikanischen Kapitalmarkt fließen, doch bleiben zumeist größere Investitionen aus. Auch aufgrund der unsicheren und unklaren zukünftigen Situation und Politik in den Vereinigten Staaten.

Margit Fatcher hat 1990 gewarnt. Eine Einheitswährung wäre „ein föderales Europa durch die Hintertür“. Die Nato und die EU waren im Interesse der USA nach dem 2. Weltkrieg, ohne Frage. Doch ein föderales Europa kann nicht im Sinne der USA liegen, die Strategien dahingehend sind vielerorts sichtbar. Das ist exakt das Gegenteil von den Interessen der USA, da es zu Risiken eines weiteren europäischen Krieg führen wird. Die europäischen Staaten scheinen grundlegend zerstritten, was von außen sichtlich angeheizt wird, große Teile der Schuld aber sicherlich in den eigenen politischen Reihen zu finden sind. Ein Interesse der USA dürfte aber sicher dahingehend bestehen eigene Konzerne zu stärken, währenddessen andere zu schwächen, den heimischen Markt für ausländische Unternehmen und Exporte unattraktiv zu machen, vor allem aber die Vormachtstellung des Dollar (vorerst) um jeden Preis zu wahren.

Marcel L.

Quellen:

https://www.armstrongeconomics.com/international-news/europes-current-economy/cia-is-responsible-for-creating-the-eu/

https://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/ein-ungeeigneter-suendenbock-fuer-japan-1.18698212

https://de.wikipedia.org/wiki/Plaza-Abkommen

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