Keine Zeichen der Revolution

Es ist sicher keine vereinzelte oder seltene, als auch individuelle Beobachtung und Beurteilung, dass die Unzufriedenheit der Menschen an politischen und eng verbundenen wirtschaftlichen Entscheidungen vielerorts seit nun ein paar Jahren stetig steigt. Außerdem verlangt die staatliche Herrschaft immer mehr finanzielle und freiheitliche Opfer von seinen Leuten ab, was den Groll gegenüber staatlichen und politischen Ämtern um ein Vielfaches verstärkt. Schon deshalb muss im derzeitigen Wahlkampf durch die politische Elite ein großes Repertuar an Manipulation und Schönfärberei aufgefahren werden. Und da die Partei der „Nichtwähler“ keinerlei Mitspracherecht an politischen Wahlentscheidungen besitzt, in der parlamentarischen Sitzverteilung keine Berücksichtigung findet, wird lediglich über Farben gestritten, da die Agenda sich letztlich kaum unterscheidet. Tatsächliche Probleme sind im Vorfeld der Bundestagswahlen größtenteils tabu. Scheindiskussionen führen in die Irre. Erkennen kann man den Unmut einer designierten Wählerschaft anhand heute schon unzähliger, doch weiterhin mehrender, alternativen Blogs oder Initiativen und Bewegungen im Netz, oder auch anhand eines gravierend rückläufigen gesellschaftlichen Gebrauchs an „altbewährten“ Medien mit großen politischen Einfluss. Außerdem dem Zufluss alternativer (falscher) politischer Richtungen.

Unter anderem erkennt man eine große Ablehnung der zwangsfinanzierten staatlichen Propaganda im öffentlich rechtlichen Rundfunk, weil das staatliche Herrschaftssystem, für viele fernab individueller Freiheit und Mündigkeit, mehr ausbeuterisch und überwiegend frei von Selbstbestimmung und Mitspracherecht daherkommt. Vor allem nachweislich Geschichte, Geschehnisse und politischen Einfluss verzerrt. Die Wahlen in den USA oder auch in Frankreich zeigen einen starken Trend, weg von bekannten politischen Stimmen, fort von Karrierepolitikern, die nur ihre eigenen Interessen im Sinn haben. Vor allem ist es mitunter auch eine jüngere Generation, die sich von der alteingesessenen Politik nicht mehr ins Bockshorn jagen lässt. Mehr noch als die Älteren, die sich einem großen Teil der alteingesessenen Politik weiterhin verpflichtet fühlt, Strategien mangels Verständnis ihrer Komplexität weiterhin unterstützen. Eben von der bereits erwähnten Propaganda und Schönfärberei, vor allem im Wahlkampf geleitet, bzw. verleitet. Die politischen Entscheidungen der letzten Jahre haben dem Gerechtigkeitsgefühl in Mitten der Gesellschaft dennoch eine neue Bewertung unbeabsichtigt verpasst. Ungerechtigkeiten werden teilweise viel sensibler wahrgenommen.

Auch treten immer mehr Zweifel zu Tage an organisierten Bewegungen, Protestveranstaltungen oder Demonstrationen, die sich augenscheinlich primärer und topaktueller gesellschaftlicher Probleme kollektiv annehmen wollen. Sichtbar werden aber dabei stets auch Anzeichen, welche es niemals erlauben, dass sich die große Mehrheit an einem gemeinsamen Projekt beteiligt, vor allem untereinander auf die selben, wertvollsten gemeinsamen Werte, wie zum Beispiel den gesellschaftlichen Frieden, den gerechten Freihandel, der Selbstbestimmung ohne staatliche Bevormundung etc., verständigen kann. Weil tatsächlich auch immer diejenigen ausgeschlossen werden, die wirklich eine gesellschaftliche Revolution vom Zaum brechen könnten. So dass man denken mag, es sei entweder nicht erwünscht oder gar von vornherein durch gesellschaftliche Kontrolle mittels populärer Bewegungen zu verhindern.

Darum wird sich nur spärlich eine breite, vor allem kollektive Masse von Revoluzzern und Unterstützern durchsetzen, weil das Prinzip des gegenseitigen Aufwiegelns noch immer perfekt funktioniert, dadurch stets eine Teilung innerhalb von Protestlern erreicht wird. Oftmals durch die eigene Naivität und anerzogene gesellschaftliche und politische Korrektheit, die sich letztlich aber nur unterstützend der Obrigkeit auswirkt. Darum ist es schlicht leichtgläubig sich einer Gruppe organisierter Unruhestifter anzuschließen, damit zu denken, etwas zum Positiven verändern zu können. Derzeit zumindest scheint das in unseren Räumlichkeiten eher ausgeschlossen. Hierfür würde die Einsicht gehören, sich den kleinsten gemeinsamen Nenner annehmen zu müssen, sich darüber hinaus über rationale und fundamentale Erkenntnisse gegenseitig zu befruchten und zu animieren, unter anderem die richtigen Entscheidungen tatsächlich gemeinsam zu treffen. Fortschritte erreicht man nur mittels Kommunikation und Aufklärung, auch politisches Hintergrundwissen welche viele der bestehenden Vorurteile vernichten kann.

So werden stets in gesellschaftlicher und politischer Manier Andersdenkende ausgeschlossen. Beispielsweise Demonstrationen nur einer speziell auserwählten Gruppe zugänglich gemacht, zudem irrational kommerziell organisiert und zum Festival umgestaltet. Den Menschen das Gefühl zu geben einen aufrichtigen und nützlichen Beitrag geleistet zu haben, letztlich an der gegebenen Situation aber wenig zu verändern.

Auch Menschen, die sich den politischen Rattenfängern hinter der AfD fälschlicherweise angeschlossen haben, bekommen stets gesellschaftliche Verachtung. Dabei sind diese auch nur den selben Strategien und ähnlichen Schwindel aufgesessen, die andere Parteien als demokratisch und freiheitlich, menschlich und rechtsstaatlich verkaufen. Der stärkere Protest scheint derzeit der individuelle, persönliche zu sein. Und viele kleine Lichter können auch heller strahlen, als der unrühmliche Rest.

Marcel L.

3 Comments

  1. Genau so, genaos so läuft es für die Human- Resurce mit dem, für viele Mitmenschen, Albtraum der Demokratie.
    Nichts Anderes als die eigene innere und gesitige Freiheit wirrd, wenn jemals überhaupt, zu einer Gesellschaft führen die uns zum Gegensatz zur heutigen Zeit, nur „simuliert“ wird um uns daran teilzunehmen zu lassen und zu den Erschaffern der eigenen Versklavung zu werden die wir zu 100% sind.
    “ Was willst du, uns geht es doch gut?“ habe ich mir schon als Jugednlicher von von Zeitzeugen, Opfern und Tätern des dritten Reiches anhören müssen und wenn wir doch seither in einer Demokratie leben, warum muss ich mir heute wieder den gleichen Satz und gleichen Empfindungen meiner mich umgebenden Mitmenschen anhören, wenn doch alles besser und anders ist? Warum?
    Ganz einfach darum, dass immer nur die Spieler, die Versprechungen, die Begrifflichkeiten, die Träume, die Emotionen usw. geändert werden, aber nie die Wirkung oder gar das Ziel denn dafür ist Politik nicht erfunden worden.
    Zwischen den Leuten um mich herum finde ich immer weniger Menschen vor!
    LG an alle selbstdenkenden Nichtwähler!!

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