Mehr als nur ein Rassenproblem

Derzeit nehmen die politischen Unruhen weltweit zu. Das Ergebnis bleibt offen, ist aber allzuoft Krieg. Diese Unruhen werden auch in der USA in den Jahren nach 2018 zunehmen. Es ist heute schon nicht allein ein Rassenproblem, wie viele Menschen glauben und behaupten mögen. Die Probleme greifen viel tiefer. Gewaltbreitschaft, Hetze und dumme Parolen finden sich in allen Bevölkerungsteilen, die Ursachen mögen dabei recht vielfältig sein. Natürlich ist das jedes mal wieder erschreckend derart Menschen zuzuhören und sich diese Gesellschaft vor Augen zu führen. Von Menschen, die ausschließlich den niedersten Instinkten folgen, wie sie aber bei jeder erdenklichen Gelegenheit erzogen wurden. Die Schuld wird darüber hinaus ausschließlich Trump oder etwa der AfD gegeben. Dabei ist erst das Resultat der Politik in den Jahren zuvor jenes, dass die Menschen derart unzufrieden sind, dass sie andere fremdenfeindliche Gruppieren stark machen. Solange kein Paradigmenwechsel in der Politik vollzogen wird, schreitet der Konflikt, auch hier wie zum Beispiel in Chemnitz, stetig voran. Es war naiv anzunehmen man könne eine Gesellschaft auf Teufel komm raus mit völlig unterschiedlichen Kulturen etablieren, aber die gesellschaftliche und politische Ungerechtigkeit so beibehalten, dass man sich weiterhin an den Trögen satt fressen kann und die kleinen Leute, sogar massenhaft Migranten, dafür wirtschaften lassen. Im Grunde kann man der politischen Naivität gar nicht so viel glauben, wie man annehmen würde, dass ein gewisses Kalkül dahinter stecken könnte. Gesellschaftliche Probleme, die mit der derzeitigen Situation einhergehen könnten, hätte man sich viel früher vor Augen führen können und müssen. Man kannte die Situation in den Herkunftsländern. Dennoch hat man grundlegend mitgearbeitet die Situation zu dieser werden zu lassen. Ob es nun die Flüchtlingspolitik hier oder die Kriegs- und Entwicklungspolitik in den Herkunftsländern der Migranten ist.

Was ist aber von einer etablierten Politik zu halten, die sich offensichtlich auf die Seite von Extremisten stellt, nur um ihre eigenen Interessen nicht gefährdet zu sehen. Der deutsche Bundespräsident hat sich öffentlich zu Bands bekannt, die klar der linksextremen Szene zuzuordnen sind, wo ebenso Gewalt (gegen die öffentliche Sicherheit) und Andersdenkende in ihren Texten gesellschaftsfähig gemacht wird. Wenn sich die Politik weiter nach links verschiebt, ist es kaum verwunderlich, dass rechts in der gesellschaftlichen Mitte ankommt. Das ist nur die Logik dieses Systems.

Alles und jeden als Rassisten zu brandmarken wird das Feuer nur noch mehr anheizen. Das gilt für den Rassen- als auch für den Klassenkampf. Was bringt es den Konflikt wieder und wieder zu füttern ohne sich dem Fundament dessen anzunehmen und für Veränderungen einzustehen. Man kann nicht etwas bekämpfen, was man in seinen Grundfesten gar nicht versteht. Man macht es in seiner Auswirkung zumeist nur schlimmer. Dieser Kampf findet aber vor allem auch innerhalb der politischen Strukturen und elitären Klassen statt und wird auf den Rücken und mit Hilfe des Volkes ausgetragen. Nur sind die meisten derer zu dumm zu begreifen, wie ihnen mitgespielt wird. Und zwar von allen Seiten der Politik. Man muss sich doch im Klaren sein, dass Politiker letztlich aus dem selben Kreisen kommen und die selben Interessen vertreten, nur einen anderen Weg definieren. Da sitzen Leute aus der AfD, der SPD oder der CDU etc. pp zusammen in Kreisen und Kliquen, natürlich mit anderen Größen aus den Hinterzimmern, in irgendwelchen Atlantikbrücken etc. und loten die gesellschaftlichen Repressionen aus, aber die Menschen schlagen sich wegen derer die Köpfe ein und sind immer noch der Meinung, sie wählen ihre eigenen Interessen. Weil eben der Intellekt längst nur soweit reicht, sich einer rechten oder linken Gruppierung zuordnen zu müssen oder sich auch noch von der Politik aufdrücken zu lassen, man müsse sich entscheiden zwischen mehreren Gruppen, was aber überhaupt keine objektive Beurteilung zulässt.

Der große Machtkampf innerhalb der politischen und wirtschaftlichen Lager wird in der USA seit dem letzten Wahlkampf, mit und nach der Wahl Trumps überaus deutlich. Dort treten sogar Politiker reihenweise zurück wegen Trump. Die Politik feuert auch stetig wieder den Kampf zwischen arm und reich neu an, der schon in der Vergangenheit unzählige Tode geschaffen hat. Die derzeitigen Steuerpläne einer rigorosen Besteuerung von allem und jeden führen ausschließlich zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kollaps. Außerdem die Meinungsfreiheit und die Identitäten in derart einzuschränken, dass es einem Verbot gleichkommt. Politiker im Sozialismus wollen allen und jeden ihre eigenen Positionen aufdrücken und respektieren das Eigentum anderer nicht. Klar, letztendlich führt das zu Anarchie und die Zerstörung der gesellschaftlichen und politischen Strukturen. Die Vergangenheit zeigt eindrucksvoll, wie es eben nicht gemacht wird.

Marcel L.

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