Migration zwischen imperialistischen Kriegen und dem Klassenkampf

Die Migrationskrise nach Europa hatte seit Anbeginn etwas schrecklich Perfides. Voller Lügen. Von der europäischen Politik den gesellschaftlichen Abstieg blind und mit voller Härte in Kauf genommen. Die Menschen weiterhin zu manipulieren, in Angst und Wut zu versetzen, um das eigene politische erbärmlich Dasein weiterhin zu bereichern. Darüber hinaus dem Hegemon im Nahen Osten (Israel) oder/und in Übersee (USA) bei seinem Konflikten und Kriegen mit großen Ambitionen zu unterstützen. Ja auch selbst neue Chancen zu erfinden. Ressourcen und imperiale Vorherrschaft zu sichern und gegen die Konkurrenten in Stellung zu bringen, oder permanent Schützenhilfe zu leisten. Die militärische Infrastruktur der USA ist dafür ebenso Mittel zum Zweck, wie dessen aus Europa. Das gleiche gilt für die staatstreuen Tagelöhner für diese Politik an und mit den Eliten. Gesellschaftliche und traditionelle Verbundenheit existiert im heutigen Kapitalismus und Imperialismus nicht mehr. Nichts von dem was der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten von den Medien vorgesetzt wurde, scheint auch nur im Ansatz der Wahrheit zu entsprechen. Korruption und Vetternwirtschaft, Anbiederung und Kumpanei bestimmen seit jeher die Geschäfte und die eigene Wohlstandsfürsorge. Auch in der Hoffnung innereuropäische politische Konflikte zu überwinden und noch mehr Vorteile, für andere sind es Margen, darüber hinaus abzuschöpfen. Vieles, was aber eigentlich nur den Wenigsten wirklich bewusst war und noch immer ist.

Speziell die Medien haben der Politik einen großen Dienst erwiesen und der gesellschaftlichen Ignoranz zu den wahren Ursachen und Interessen zugespielt. Viele derer versteifen sich auf einen kleinen Teil der gesellschaftlichen Folgen und Reaktionen, ohne das große Ganze in Augenschein zu nehmen, vor allem die wahren Ursachen. So setzte man der europäischen Bevölkerung Millionen von Feindbildern, überwiegend moslemischer Herkunft, vor die Nase, die man laufend durch mediale Propaganda auffrischt, durch die mediale Verklärung, um die wahren politischen oder kapitalistischen Probleme durch das hiesige Volk rein gar nicht zu bemerken. Die Finanzkrise und den schleichenden Bankrott vieler bürgerlicher Vermögen zu verblassen. Auch in der Hoffnung die schleichende Pensionskrise somit zu überwinden, durch Neuansiedlungen fremder Kulturen und Arbeiter. Das absehbar und zwangsweise im Konflikt mündet. Dem wirtschaftlichen Abstieg und der kommenden Krise der nächsten Jahre damit aber entgegenzuwirken. Sich dennoch die Politik vom Klassenkampf abschottet, ja sich schon immer wohl gefühlt hat, wenn sich die niedrigsten Schichten gegenseitig bekämpfen, sogar morden.

Die Ausmaße schlussendlich sollten nicht erst bekannt gewesen sein, als die Konflikte in ihrer Härte hierzulande zu Tage kamen. Vor allem aber die Religionskonflikte werden doch nun schwerwiegend von äußerlichen Einflüssen befeuert. Und das seit jeher. Weil der Mensch erstens in Schubladen denkt und zweitens ausschließlich in Reichtümern, vom Egoismus geprägt, immer nach rechts und links zu schauen. Darüber hinaus verschwendet als gäbe es kein Morgen mehr. Die Profiteure werden immer deutlicher, gerade deshalb aber auch der Großteil der (auch ausländischen) Initiatoren, die das gesellschaftliche Chaos völlig vorsätzlich in Kauf genommen haben. Dabei ist eben ein weiter Blinkwinkel sehr von Nöten.

Auch sieht sich die jüdische Minderheit im Nahen Osten, Propaganda sei dank, in Gefahr vor der moslemischen Übermacht im rohstoffreichsten Teil der Erde. Auch dahingehend liegt es nahe Feindbilder zu propagieren, um Notfalls sämtliche Unterstützung gegen die „weltlichen Bedrohung“ in Stellung zu bringen. Sicher leben auch in Palästina/Israel Juden und Mosleme friedlich zusammen, doch ist darüber hinaus wohl immer die Verteilung der Ethnien und des Vermögens entscheidend, solange keiner denkt, der andere hätte mehr und das noch ungerechtfertigt. Dabei kann es doch überhaupt nicht im gesellschaftlichen Willen liegen, mit Feinden Tür an Tür zu wohnen. Eben gegensätzlich ein angenehmes Miteinander zu schaffen. Gewaltfrei und respektvoll. Würde es eben nicht auch um lebenswichtige Ressourcen gehen, wie die Wasserversorgung in sehr trocknen Gegenden. Der Krieg um Wasser ist im Nahen Osten schon längst keiner mehr, den man sich erst zukünftig entgegensieht. Er ist völlig real und allgegenwärtig.

Anhand der Statistiken zum internationalen Terrorismus wird klar deutlich, welches Feindbild in den Köpfen der westlichen Zivilisation geprägt werden soll. Früher waren es Kommunisten, Bolschewisten etc., heute ist es der Moslem. Jenes Feindbild das zum „Terrorpaten“ aufgerüstet und unterstützt wurde, durch westliche, aber auch israelische Geheimdienste in enger Zusammenarbeit mit weiteren Schurkenstaat wie Saudi Arabien, das mit milliardenschwerer westlicher militärischer Unterstützung eine menschliche Tragödie im Jemen oder in Syrien verursacht, aufgrund religiöser Feindseeligkeiten. Menschenrechte schlicht nicht kennt. Köpft wie der IS. Unschuldige. Wieder einmal völlig Abseits vom gesellschaftlichen Aufschrei hierzulande. Auch wieder dem Religionskonflikt und der Mehrklassengesellschaft sei dank. Schon aus diesem komplexen Themen heraus muss die Frage erlaubt sein, in wie fern das alles ein großes Theater darstellt, um im Nahen Osten die Vorherrschaft zu übernehmen mit Hilfe und unter Einflussnahme auf den seit Jahrhunderten andauernden Krieg der Religionen.

Man kann der Politik freilich dabei nicht unterstellen, dass sie Menschen schützen will, unterstützend aus Kriegsgebieten zu flüchten und damit dem menschlichen Leid zu entkommen. Wäre das so, hätte man längst den imperialen Kriegstreibern die Unterstützung verwehrt, die militärischen Hilfen für Länder wie der Türkei und im Speziellen Saudi Arabien, gesponserte Terrororganisationen, Katar, die Emirate oder gar Israel untersagt. Jener letztgenannten Regierung dem Deutschland bis heute milliardenschweres Kriegsgerät aus Steuergeldern verschenkt. Feste mediale und politische Gebundenheit und gesellschaftliche „Verschuldung“ der selbsternannten „einzigen Demokratie“ im Nahen Osten zugesteht, erstens aus eben der ewigen Schuld des 2. Weltkriegs heraus und zweitens durch profitieren an eng verbundenen großkapitalistischer Strukturen, die damals, wie auch heute sich nicht zu schade sind Geldgeschäfte über menschliches Leid hinaus zu tätigen. Dabei waren Kriege und Tyrannei schon immer ein gutes Geschäft, ebenso wie die Unterstützung anderer feindseeliger Despoten. Allen voran durch (früher vor und noch während des 2. Weltkriegs einmal für) die deutsche, die französische, die amerikanische Politik. Dabei scheinen bei genauerer Betrachtung kaum Unterschiede zu bestehen. Wer kann schon sagen, dass es zwischen der syrischen, der türkischen, der deutschen, der französischen, oder welcher Regierung auch immer wirklich gravierende Unterschiede hinsichtlich der Machthaber gibt. Die Masse wahrscheinlich nicht, den sie „muss“ den Medien vertrauen. Jene die von genau diesen politischen Interessen gesteuert werden, andere als Massenmörder oder Despoten hinzustellen, in blickweiter Kriegsvorbereitung. Im Nahen Osten scheinen sich zwei Achsen zu formieren, den ist jedes Mittel recht den anderen auszustechen. Saudi Arabien, Israel, Europa, USA. Russland, China, Iran, Syrien, Katar, Türkei. Die Türkei war augenscheinlich dem Westen nie genehm, anders herum wahrscheinlich ebenso nicht. Keiner teilt gern. Die mediale Verwirrung und Ablenkung hin zur Türkei ist Wahlkampf, Imperialismus und der Versuch die eigene reine Weste beizubehalten, in dem man mit dem Finger auf andere zeigt. Kritisiert man die Türkei muss man erst Recht Länder wie Saudi-Arabien kritisieren, aber dort boomt die deutsche Rüstungsbranche. Und im Jemen oder Syrien verdient man gut mit, währenddessen tagtäglich Menschen tödlich erkranken, sterben und ängstigen. Das zeigt nur die Verkommenheit und Abartigkeit der politischen Regierungen, ebenso der deutschen, die sich aber grundlegend als moralisch korrekt hinstellen. Vor allem mit Blick auf die Migrationskrise.

Der Beitrag zur Bestandhaltungsmigration der UN wurde an dieser Stelle schon sehr oft geklickt und verbreitet. Vor Ausbruch der Völkerwanderung wurden sämtliche Hilfen der UN, vor allem den „reichen westlichen Industrieländern“ an jordanische Flüchtlingslager gestrichen. Auch das war ein Grund, warum sich abertausende auf den Weg nach Europa machten, in der Hoffnung dort ein besseres Leben zu erwarten. Es stand also zu keiner Zeit in den Raum, eine Möglichkeit zu finden, den Menschen in ihrer Heimat ein würdevolles und angemessenes Leben zu ermöglichen. Es standen immer politische und elitäre (Kriegs)Interessen im Raum, die es galt gegen moslemischen Regierungen im Nahen Osten durchzusetzen. Auf Kosten der Allgemeinheit.

Da gibt es die europäischen Kriegsparteien, die ebenso wie der große Bruder aus Übersee nicht in hundert Jahren freiwillig vom Imperialismus abzukehren sind. Nun wird Polen vorrangeschickt, den Vorschlag zu machen, aus hunderttausenden jungen arabischen Migranten, die im Zuge der Flüchtlingskrise nach Europa kommen, eine Armee zu formieren, die doch in ihrer Heimat für die eigene Freiheit kämpfen könnten. Damit scheint doch ein Szenario, das den Kritikern als Hirngespinst angelastet wird, in Gedanken zu treten doch ein Stück weit wahr zu werden. Eine Armee gegen die eingesessene Bevölkerung? Die Kriegsunlust der europäischen Völker scheint darüber hinaus kreative Lösungen zu brauchen. Dieser Plan soll aber nichts anderes als eine Söldnerarmee für europäische/elitäre Interessen schaffen. Die Nato kämpft seit Jahren an mehreren Fronten, verbreitet ihre Aggression. Die polnische Armee würde daher nicht in Syrien benötigt, sondern an der östlichen Grenze.

Doch was würde das wirklich bedeuten? Die Politik sieht sich in den nächsten Jahren ihrer eigenen, eingesessenen Bevölkerung gegenüber. Gesetze werden verschärft, Militär im Inland soll ermöglicht werden, polizeiliche Strukturen aufgerüstet, Überwachung, Repressionen. Gegen terrorverdächtige Migranten, den internationalen Terrorismus, wie man vorgibt, die man eventuell nun ausgerechnet militärisch ausrüsten will? Freilich darf man nicht den Fehler machen schon wieder in Schubladen zu denken, zu verallgemeinern. Doch fehlt der Politik klare Struktur, das man diese nur als verräterisch bezichtigen kann. Da könnte schon der Gedanke kommen, dass man ebenso eine immigrierte Söldnerarmee gegen die eigene Bevölkerung in Stellung bringen könnte, wenn man sich in der Gefahr sieht, von der eigenen Bevölkerung aufgrund des steten Unrechts gelyncht zu werden. Genau das gab es alles schon mal. Bisher hatte man stets, wie auch kürzlich in Hamburg, links gegen rechts in Stellung gebracht, finanziert, von den eigenen Verbrechen abzulenken. Polizei gegen Demonstranten. Funktioniert das irgendwann nicht mehr, weil das Militär nie eigene Staatsangehörige töten würde, gegen die Masse zu kämpfen der gleichen Klasse, um die Regierungen zu beschützen, sind es die ausländischen Söldner, die weniger Skrupel haben politische Interessen in anderen Ländern durchzusetzen, was wir nur mal in anderen Ländern beobachten können. Dabei spielen eben auch viele ethnische Unterschiede und die vorherige Manipulation/Täuschung eine wichtige Rolle. Das ist ein Schreckensszenario, das aber auf Grund geschichtlicher Ereignisse keinesfalls zu sehr aus der Luft gegriffen wäre. Vor allem in übermäßigen Stresssituationen sind rationale Entscheidungen kaum möglich. Ein Weltkrieg kann auch nicht gewollt sein, doch braucht nur einer die Nerven zu verlieren und über seine Befugnisse hinaus zu operieren und vieles brennt lichterloh. Grundlegend zerstört die Politik den gesellschaftlichen Frieden.

Marcel L.

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