Nebelkerzen und Feindbilder

Nordkorea als Einfallstor

Sobald die westliche Propaganda permanent und typischerweise tendenziös über die Feinde der Vereinigten Staaten oder Europas berichtet, sollte eben das doch tiefgründig stutzig machen. Diktatoren gibt es scheinbar nun mal nur außerhalb der hochgeschätzten westlichen Demokratien, das auch noch nur selten mit Ausnahmen. Vor allem wenn die derzeit größte Militärnation und „bewährte“ Atommacht, immerhin hat die USA derer zwei Atombomben schon an zivilen Gesellschaften getestet, von einem vergleichsweise Zwergenstaat einseitig attackiert und provoziert werden soll, sind medial verbreitete Informationen eigentlich permanent anzuzweifeln und zu hinterfragen. Da die USA seit Jahrzehnten ausschließlich inszenierte und eigens finanziert „Feinde“ hervorbrachte, die auch noch die sog. nationale Sicherheit bedrohten, nur so konnte stets die Waffenlobby ihre Gewinne erbringen, immer neue Waffen zu produzieren, darf auch nun an der offiziellen Story einer unmittelbaren Gefahr eines nordkoreanischen Atombombenangriffs auf die Vereinigten Staaten gezweifelt werden. Es geht um Profite und imperialistische Interessen. Vor allem aber ist die nukleare Katastrophe den Feinden des US-Imperiums scheinbar selbst schon weitestgehend zu teil geworden, da unzählige Bomben des US geführten Militärs schon nuklear behaftet waren, so dass weite Teile der imperialistischen Kriegsgebiete verseucht sein dürften. Syrien, Irak, Libyen. Es ist doch keine Seltenheit, dass Nationen ihren Schrott in Kriegen über anderen Gebieten entsorgen.

Trotz das man gut und gerne annehmen darf, dass einem „Diktator“ gegenüber der us-amerikanischen hegemonialen Ausbreitung und Kriegstreiberei irgendwann die Sicherungen durchbrennen dürften, wird sich der nordkoreanische Machthaber nicht ohne politische Rückendeckung und Kontrolle von Verbündeten dermaßen weit vor in eine unmittelbar provoziert militärische Konfrontation lehnen, vor allem weniger grundlos aus Fanatismus und der Begierde nach Macht, wie es derzeit berichtet wird. Das eigentliche Ziel des imperialistischen Lagers sind Nordkoreas Verbündete Russland, mehr noch China. Vor allem darf man annehmen, dass keine nordkoreanische militärische Aktion ohne die Zustimmung Chinas erfolgt (zumindest die vorherige Benachrichtigung), ganz gleich was China auf der politische Weltbühne vorgibt zu sein. Der Koreanische Nachbar wird keinesfalls einfach nur zuschauen, wie man durch die USA schrittweise eingekreist wird. China hat nicht weniger strategische Ziele wie die USA, doch unterscheiden sich augenscheinlich die Mittel der Umsetzung gravierend.

Letztendlich muss man registrieren, dass die überwiegende Zahl der westlichen Schlagzeilen ausgehend von finanzierten Nachrichtenanstalten und Think tanks fehlerhaft und manipulativ behaftet sind. Ein anderer Schluss kommt aus Erfahrungen der letzten Monate und vergangenen Jahre nicht in Betracht.

So wird aus anderen Quellen berichtet, dass die USA mit Unterstützung ihrer ostasiatischen Kolonien, stetig großangelegte militärische Manöver durchführen. Selbstverständlich zum Schutz ihrer „Verbündeten“ in der Region. Sogar China hatte sich schon mehrmals darüber beklagt, die Vereinigten Staaten bedrohe die Anreinerländer in der Region in ihrer Sicherheit und Souveränität. Die USA verstehen jegliche Region als Selbstbedienungsladen für amerikanische staatliche Willkür. So war der nordkoreanische Raketentest augenscheinlich eine Antwort auf die militärischen Übungen der USA und ihrer Kolonien Südkorea und Japan. Kriege entstehen eben daraus, dass jegliche Regierungen nicht zurückstecken, selten ihr Gesicht verlieren wollen. Für Militärs und Regierungen ist es dummerweise oftmals eine Frage der Ehre und der Eitelkeit ihre Völker grundlos in Weltkriege zu stürzen.

Korea zeichnet sich durch seine große Zustimmung an das Militär aus. In dieser falschen Sympathie gegenüber Kriegsspielen scheint sich der Norden und der Süden nicht zu unterscheiden. So wurden auch in Südkorea Militärübungen durchgeführt, die ca. 75000 Soldaten einschlossen. Außerhalb unserer Mainstreammedien kann man durchaus auch Hinweise finden, dass der nordkoreanische Machthaber auf keine unmittelbare Konfrontation aus ist, was die zu Beginn vorgebrachten Annahmen stützen würde. Doch würde die USA niemals ihre Position im Süden oder in Japan aufgeben. Das Ziel dürfte sein militärisch näher an die Hauptkonkurrenten heranzurücken. Um nichts weniger scheint es tatsächlich für den amerikanischen Imperialismus in Asien zu gehen. Und den Preis für die militärischen Mittel wird wohl die kolonialisierte Gesellschaft zahlen.

Marcel L.

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