Rohstoffreiches Mali

 

Im Würgegriff des Westens

Wenn heute von Seiten der Politik, des Militärs und der Wirtschaft von „Friedensmissionen“ oder „humanitären Einsätzen“ gesprochen wird, bedeutet das nichts anderes, als die Sicherung der vorwiegend afrikanischen Rohstoffe zugunsten der heutigen und zukünftigen Profitinteressen der Wirtschafts-, Banken- und Politikeliten des Westens. Der „Krieg gegen den Terror“ ist ein verlogen publizierter Krieg des Westens zur Sicherung der Rohstoffversorgung und damit des ewigen Reichtums, na ja, der Superreichen in Europa und Amerika.

Es sind ausschließlich die mächtigen Wirtschaftskonzerne, Banken und Militärmaschinerie, die von diesen Kriegen und ihren Folgen profitieren. Dennoch kann man dem Volk nicht völlig frei von Schuld sprechen, denn durch das Schweigen, Nichtverstehen wollen und dem marionettenartigen Verhalten tragen die Menschen hier ein Stück Mitschuld an einer Situation von Krieg und Zerstörung. Zurück bleiben stets Leid, Mord, Tod und Chaos in Ländern, die zuvor durchaus eine nennenswerte positive Entwicklung hatten.

In Mali erleben wir derzeit eine Situation, die der Westen seit Jahrzehnten zu verantworten hat, allen voran Frankreich. Afrikanische Länder gelten heute als die Selbstbedienungsläden der amerikanische und europäische Großkonzerne und Banken (Kolonialdenken nur anders).

Daher sollte es doch eigentlich nicht verwundern, dass sich sämtliche Völker und Gruppen seit Jahren bewaffnen, mit Waffen die größtenteils ohnehin von westlichen Rüstungsindustrien stammen, um gegen diese Ausbeutung zu kämpfen, für ihre Freiheit, für ihre Unabhängigkeit und für eigenständige Völker. Es ist nicht länger hinzunehmen, völlig unterdrückt zu werden und in Armut zu leben, während bei anderen mehr und mehr Reichtum völlige Menschenverachtung schafft.

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Mali’s Goldreserven

Mali liegt im sog. „Goldgürtel“ Westafrikas. Dieser erstreckt sich über den Senegal, Guinea, Ghana, Burkina Faso, Mali, Niger, Nigeria und Kamerun. Die reinen Goldreserven Mali’s betragen ca. 800 Tonnen. Mali ist damit der drittgrößte Goldproduzent Afrikas. Die größten Vorkommen liegen im Süden des Landes. Jährlich werden ca. 50 Tonnen Gold exploriert. Doch sind die eigentlichen „Goldproduzenten“ vorwiegend ausländische Firmen aus Amerika, Kanada und Südafrika. Somit bleibt eine entsprechende Entwicklung Mali’s zu gerechtem Wohlstand aus und die Gewinne sind weitestgehend den ausländischen Unternehmen vorbehalten.
Ganz im Gegenteil. Mali ist eines der ärmsten Länder in Afrika und der Welt. Mehr als zweidrittel der Menschen in Mali lebten 2014 unter der Armutsgrenze, sie verdienten weniger als 0,86€ pro Tag. Solche Zahlen lassen die westlichen Menschen eher kalt, solange man selbst derjenige ist, der auf Kosten der Ärmeren ein Leben in Wohlstand führen kann. Sämtliche Dörfer mussten der Goldexploration und der Entwicklung einer „Goldhausse“ in Mali weichen. Darüber hinaus wurden mit 10.000 neuen Beschäftigung nur vergleichsweise wenige neue Jobs erschaffen. Der größte Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, in der mehr als 70% der Erwerbstätigen beschäftigt sind.

Vielleicht steht mit diesem Drang nach den Goldreserven Afrikas zugleich eine geplante Veränderung des westlichen Währungssystems bevor. Anzeichen dessen Untergangs sehen wir seit Jahren. Vor allem um gegen aufstrebende Wirtschaftsmächte konkurrenzfähig zu bleiben. Die Dollarvorherrschaft gerät ins Wanken. Mehr und mehr Länder sind gewillt ihre eigene Währungen zu etablieren und vor allem Ölgeschäfte in diesen abzuwickeln, aber auch sonstige Handelsbeziehungen ab vom Dollar durchzuführen. Mit dem Meiden des Petrodollar würde die hegemoniale westliche Industrienation stark geschwächt. Nur eine alternative Wertunterlegung des US Dollar anstatt Petroleum könnte vor allem Kriege im Nahen-Osten verhindern, die ausschließlich der Sicherung der Ölreserven dienen und den Wert des Petrodollars sichern sollen. Die meisten Goldreserven weltweit scheinen in den letzten Jahren den Weg von West nach Ost gefunden zu haben. Wirtschaftsmächte wie China, Russland, auch Entwicklungsländer wie Indien haben in den letzten Monaten und Jahren große Goldschätze angehäuft. Auch China ist mit großen Interessen in Afrika vertreten und versucht seinen Einfluss schon heute auszubauen. Was uns bevorsteht ist also ein Wirtschafts- und Währungskrieg zwischen Ost und West auf Kosten der ärmeren Gesellschaften in Afrika. Der Drang nach Goldreserven um eine wertstabile Währung zu etablieren würde uns damit nicht mehr Frieden bringen, sondern ausschließlich die Schauplätze von Gewalt und Massensterben verschieben.

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Uran für Europas Reaktoren

In Mali’s Böden lagern darüber hinaus Bauxit, Phosphate, Salze, Eisenerze, Marmor, Blei, Zink. Und ca. 5000 Tonnen Uran. Es befinden sich in Mali und seinem Nachbarland Niger die größten Uranvorkommen der Welt. Riesige Bestände im Niger versprechen eine jährliche Förderung von 3000 bis 8000 Tonnen Uran. Aus diesem Grund ist wohl der Niger noch bedeutender als Mali. Der Niger ist der drittgrößte Uranlieferant der Welt und Hauptlieferant für französische Atomkraftwerke. Er liefert heute schon 40 % des Uranbedarfs Frankreichs.
Diese zwei der uranreichsten Länder unserer Erde sind damit seit jeher interessant für führende Nuklearnationen. In diesem Bezug ist die führende Rolle Frankreichs im Krieg um Mali’s Rohstoffe unumstritten. Frankreich betreibt derzeit 58 Kernreaktoren und plant sogar seine Infrastruktur mit Kernenergie auszubauen. Frankreich ist neben Deutschland führender Versorger mit Atomstrom in Europa. Förderer dieser Uranreserven im Mittelafrika ist der französische Staatskonzern Areva, der sich seit Jahren Lizenzen in dieser Region sichert. Das größte Geschäftsfeld der Areva-Gruppe ist die Nukleartechnik. Areva ist ein milliardenschweres Unternehmen und führend in der Herstellung, Aufbereitung, Transport und Entsorgung von Nuklearbrennstoffen. Mehr als 100000 Tonnen Uranerz hat Areva bereits im Niger gefördert. Damit ist Areva erheblich an einer radioaktiven Verseuchung in weiten Teilen der Region verantwortlich. Sämtliche Trinkwasserreserven sind durch den Uranabbau kontaminiert und die Bevölkerung lässt man über die Risiken im Dunklen.

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Hintergründe

Frankreich war einer der größten Kolonialherrschaften in der Geschichte. Diese Ausbreitung und Ausbeutung konzentrierte sich schon vor 200 Jahren und darüber hinaus über weite Teile Westafrikas und den Nahen-Osten. Grundsätzlich geht es in der Bevölkerung im Norden Mali’s um Unabhängigkeiten, um einen innerstaatlichen Konflikt, der von den westlichen Nationen und deren Handlangern angezettelt wurden und zu eigenen Vorteil ausgenutzt werden. Seit jeher versuchten die Tuareg, die Bevölkerungsgruppe im norden Mali’s, einen unabhängigen Staat zu gründen, aufgebaut auf Demokratie und Frieden unter Anerkennung der Charta der Vereinten Nationen. Trotz dieser Aussichten und des Begehrens dieser Menschen lehnte die Afrikanische Union, die Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten, Frankreich sowie die USA diese Unabhängigkeitserklärung ab. Die Unabhängigkeitserklärung war die Folge eines Putsches durch die Armee Mali’s. Konflikte zwischen den Tuareg und dem Süden Mali’s gehen bis in die 1960er Jahre zurück, als Frankreich die Kolonialherrschaft damals an Mali formell zurückgegeben hat. Seit dem wollten die Tuareg einen unabhängigen Staat zugesprochen bekommen. Die Tuareg sind eine bäuerliche Bevölkerungsgruppe im Norden Mali’s. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich darüber hinaus in den Niger,Algerien bis hin nach Libyen.

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Kurz vor der Präsidentschaftswahl in Mali 2012 wurde der damalige, einst demokratisch gewählte Präsident von der malischen Armee gestürzt. Als Erklärung galt das ungenügende Durchsetzungsvermögen gegenüber der in Nordmali aufständigen Tuareg. Es war ein recht seltsamer Zeitpunkt für den Sturz eines Präsidenten, denn mit dieser Wahl hätte sich die politische Situation geändert. Der damalige Präsident war zur Wahl nicht wieder aufgestellt. Hingegen wurde mit Hilfe von Offizieren, die in den früheren Jahren in der USA ausgebildet wurden, die Regierung gestürzt um kurze Zeit später eine Übergangsregierung einzurichten. Zum Zeitpunkt des Militärputsches war Alassana Ouattare an der Spitze der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft mit großen Einfluss der USA und Frankreich. Ouattare war früher beim internationalen Währungsfond IWF tätig und mit Hilfe der französischen Armee in der Elfenbeinküste ins Präsidentenamt gelangt. Zum damaligen Zeitpunkt hatte die Elfenbeinküste den Vorsitz dieser Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft. Das Militär verlor nach dem Regierungssturz weiter an Boden, was dazu führte, dass die Tuareg den gesamten Norden für sich erobern konnten. In Folge des Putsches wurde Sanktionen gegen die Militärregierung verhängt, was diese dazu zwang die Ämter an eine Übergangsregierung zu übergeben. Damit war es ein vom Westen organisierter politischer Umsturz in Mali, um deren Interessen zu sichern und Truppen ständig in der mittleren Sahel-Zone zu stationieren und aufzustocken. Im Jahre 2013 gab es Neuwahlen in Mali.

Vor seinen Sturz 2011 warnte Gaddafi in Libyen vor einer Eskalation der Konflikte in Afrika. Terrorgruppen würden sich über den gesamten Nahen-Osten und Afrika ausbreiten. Nachdem Gaddafi von den westlichen Regierungen mehr oder weniger hingerichtet wurde, wanderten die Waffen, die Kämpfer und der Krieg in den Norden Mali’s, nach Algerien und in die Sahelzone. Es wurde eine neue Al-Qaida in Mali mit Hilfe der europäischen und amerikanischen Organisationen aufgebaut und aufgerüstet um die Präsenz und das Eingreifen im Norden Mali’s zu rechtfertigen. Al Qaida destabilisierte erneut ein Land, um dem Westen eine Chance zu bieten militärisch einzugreifen und die aufständigen Tuareg zu bekämpfen, die das Gebiet unter anderem um die Uran-, Öl- und Gaslagerstätten besetzt halten.

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In Afrika und dem Nahen-Osten gibt es permanent Konflikte und Kriege zwischen einzelnen Religionen, die der Westen stets versucht für sich auszunutzen. Gemeinsam mit Saudi-Arabien versucht die USA, mit Handlanger Europa beiderseitige Interessen umzusetzen. Saudi-Arabien ist einer der minderwertigsten Staaten, wenn es um Menschenrechte geht. Wenn man also mit Saudi-Arabien Geschäfte macht, und das macht man in Europa und auf der anderen Seite des Atlantiks mit Wohlwollen, ist es von Verlogenheit kaum zu überbieten, wenn man vorgibt wegen Menschenrechtsverletzungen irgendwelcher „Terroristen“ die Menschen in Mali, Syrien, Libyen oder in einem anderen Land auf der Welt beschützen zu wollen. Saudi Arabien köpft an einem Tag mehrere dutzend Menschen öffentlich und es bleibt nur zu sagen „Es ist ein verlässlicher Partner.“ Es waren mehr als 150 Menschen, die durch das saudische Regime nur in 2015 exekutiert wurden. Darunter auch schiitische Glaubensanhänger, was den Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran anheizt. Israel bringt im Gazastreifen Menschen um, lässt Menschen einsperren, nur wegen einer „falschen“ Meinung oder Kritik am System, erst kürzlich weil der Kriegsdienst verweigert wurde. Das alles ist den westlichen Regierungen kein Widerspruch wert. Hier geht es nicht um Menschenrechte und schon gar nicht um Menschenleben. Saudi-Arabien will über den gesamten Nahen-Osten ihren wahabitischen Glauben verbreiten, für sie ist es ein Krieg für ihre Religion. Der Wahabismus ist ein radikalere Form des sunnitischen Islam. Seit jeher herrscht ein Konflikt zwischen einzelnen moslemischen Glaubensrichtungen. So erklärt sich auch teilweise der ständige Konflikt zwischen dem eher schiitisch geprägten Iran und und dem sunnitisch geprägten Saudi-Arabien. Saudi-Arabien will seine Glaubensrichtung über ihre Grenzen hinaus ausweiten und dient somit als Initiator und Vorbereiter der US geführten Kriege in Afrika und im Nahen-Osten.
In Syrien oder Libyen wird die Bevölkerung permanent von der Regierung unterdrückt, ermordet und gefoltert. So erzählt man es uns in unseren Medien. Dort unterstützt man offen einen Putsch gegen die Regierung unter dem Vorwand der Menschenrechte und dergleichen. Terrororganisationen werden mit Material und Waffen unterstützt. Beim libyschen Machthaber Gaddafi ließ man sogar eine Hinrichtung zu.

Würde es in Mali und deren Nachbarländer keine Bodenschätze wie Uran, Gold, Erdöl und Erdgas geben, würde man dabei zusehen, wie sich die Menschen aus dem Norden und dem Süden Mali’s gegenseitig abschlachten.

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Im Norden Mali’s, wo sich große Uranvorkommen befinden, sowie Teilen des Nigers und Algeriens leben die Tuareg. Die Tuareg kämpfen für ihre Unabhängigkeit und einen autonomen Staat bzw. eine Abspaltung von Mali. Sie erklärten ihre Unabhängigkeit zu Beginn 2012. Es ist eine der Bevölkerungsgruppen die sich zusehends mit Waffengewalt gegen ihre Ausbeutung durch den Westen wehren.
Der Westen kennt eine Unabhängigkeit der Tuareg nicht an. Mit dieser neuen Situation in Mali wären sämtliche Rohstoffprojekte, damit Milliardengewinne in Gefahr. Die Tuareg verbündeten sich daraufhin mit islamistischen Gruppen.

Bisher sind zur Unterstützung der französischen und holländischen Streitkräfte 100 deutsche Soldaten in Mali stationiert. In Kürze wird der Bundestag, aufgrund der undemokratischen Zusammensetzung kann man sich sicher sein, eine Aufstockung der Truppen auf 650 Soldaten beschließen. Dieser verlogene Einsatz wurde in Reaktion auf den vermeintlichen Terroranschlag auf Paris beschlossen. Dabei gibt es vordergründig keinerlei Zusammenhänge zwischen der Situation in Mali, die durch die geplante Kolonialisierung Mali’s durch den Westen ausgelöst wurde, und den Geschehnissen in Paris. Nach einen Anschlag auf ein Luxushotel in Mali wurden kurze Zeit später weitere amerikanische und französische Truppen nach Mali entsendet.

Also kein Atomausstieg!!!

Areva

Vor dem Hintergrund dieser strategischen und wirtschaftlichen Interessen war ein Atomausstieg niemals das anvisierte Ziel unserer Bundesregierung sowie anderer Länder Europas. Heute schon ist klar, dass die Industriemultis auf ihren Milliardenumsätze nicht verzichten wollen. Die Vorsätze und Worte nach Fukushima waren somit nicht mehr als Lügen und die Beruhigungspille fürs Volk.
Sämtliche Entwicklungshilfe wird in den Ländern nur „investiert“, denn nicht anderes ist das, eine Investition in zukünftige Milliardenprojekte, um seine eigenen Interessen zu folgen.
Trans-Sahara-Pipeline

Interessant bezüglich der derzeitigen Situation in Mali sind noch die Erdölreserven bzw. Erdgasreserven Nigerias. Die Erdölförderung in Nigeria begann 1956 durch amerikanische und britische Erdölunternehmen. Die nigerianische Regierung war an den Gewinnen der Geschäfte beteiligt. Gleich der westlichen Regierungen herrscht seit jeher ausnahmslos Korruption und Veruntreuung. Die Bevölkerung war natürlich nicht beteiligt am Wohlstand, die meisten Menschen leben bis heute noch mit unter 1$ pro Tag, währenddessen die korrupte Regierung über Jahre Milliarden aus dem Ölgeschäft „verdiente“. Die Folge waren Aufstände und Sabotagen gegen das Regime und die Ölmultis. Die Menschen wollten angemessen beteiligt werden. Der Ölreichtum erwies sich wie immer als Schrecken für die Bevölkerung und für das Land. Die Folge war eine der schlimmsten Umweltkatastrophen. Marode Pipelines, sowie Manipulationen und Diebstähle lösten eine der größten Umweltzerstörungen auf unserer Erde aus.

Nigeria

Das Nigerdelta ist in weiten Teile praktisch unbewohnbar, der Boden ist verseucht und vielerorts brennen Nebenprodukte des Erdölbooms. Gas wird einfach abgefackelt. Proteste wurden mitunter durch Hinrichtungen unterbunden, so soll der Aktivist Ken Saro Wiwo auf Anordnung des Präsidenten Mitte der 90er Jahre gehängt worden sein. Zwischenzeitlich zogen sich Konzerne wie Exxon und Chevron aufgrund der eskalierenden Proteste aus Nigeria zurück. Auch aufgrund der Aufmerksamkeit der weltweiten Bevölkerung, in Folge dessen sich den Konsequenzen dieser Katastrophe zu entziehen. Zurückgeblieben sind nur Armut und schwarze Ölteppiche über weite Teile des Deltas.

Öl Nigeria

Nigeria ist dennoch derzeit eines der Hauptlieferanten Europas mit Erdöl und Erdgas. Europäische Wirtschafts- und Lobbygruppen suchen derzeit sichere und neue Erdgaslieferanten im Wirtschaftskrieg gegen Russland. Der steigende Energiebedarf veranlasst neue Liefermöglichkeiten zu erschließen.

Seit ein paar Jahren gibt es die Pläne einer Trans-Sahara-Pipeline durch die afrikanische Wüste.
Derartige Pipelines würde Erdgas und Erdöl für europäische und amerikanische Unternehmen um einiges günstiger machen, da der Transport erleichtert würde. Bisher werden diese Rohstoffe durch Lieferungen mittels Schiffe nach Europa transportiert, was aber hohen Energieaufwand bedarf, speziell um Erdgas zu transportieren. Das Erdgas muss für den Transport verflüssigt werden. Es wird dazu auf ca. minus 167°C abgekühlt. Derartige Vorhaben einer Pipeline würden nicht umzusetzen sein, sollte in Transitländern keine sicheren und prowestlichen Regierungen an der Macht sein. Anders als in Syrien sind in Mali, Algerien und Niger terroristische Gruppen nicht gewollt, hier behindern sie derartige Vorhaben, wie den Bau einer Pipeline und den sicheren Transport von Erdgas und Erdöl.

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Die Gründe Truppen nach Mali zu schicken und dort zukünftig fest zu stationieren sind also reichlich für die europäischen Regierungen vorhanden, die ausschließlich industrielle Interessen und im Falle Areva, ihre eigenen Interessen, umsetzen.

Marcel L.

Quellen:

http://www.ecowoman.de/1-blog/1882-oelkatastrophe-im-nigerdelta-oelkonzerne-sollen-zur-rechenschaft-gezogen-werden

http://www.reflect-online.org/publikation/sulserio/50-jahre-oelfoerderung-17-jahre-protest

https://de.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Multidimensional_Integrated_Stabilization_Mission_in_Mali

https://www.facebook.com/jungundnaiv/videos/vb.573823342629618/1168660003145946/?type=2&theater

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Dokumente/Energieaussenpolitik/Rohstoffkrieg_in_Mali.pdf

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mali

https://de.wikipedia.org/wiki/Mali#Bergbau_und_Rohstoffe

http://julius-hensel.ch/2013/01/hensels-sonntagsmatinee/#more-19876

http://einarschlereth.blogspot.de/2012/07/mali-al-qaida-und-die-us-neokolonialen.html#more

https://en.wikipedia.org/wiki/Trans-Saharan_gas_pipeline

http://www.nzz.ch/die-eu-will-an-nigerias-erdgas-1.866508

https://de.wikipedia.org/wiki/Niger

http://www.voltairenet.org/article177563.html

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