Die Sanktionen bedienen ganz andere Interessen

Tatsächlich scheinen wir uns gerade in einer Phase der völligen Neuordnung der weltlichen Machtverhältnisse zu befinden, einigen „Mitspielern“ die völlig kranken Finanzierungsmodelle der Staaten durchaus hilfreich zu sein scheinen, wenn auch nicht vordergründig gewollt. Den Vereinigten Staaten von Amerika scheint es gleichfalls den Vereinigten Königreich nach dem ersten Weltkrieg zu gehen, deren Status zwar noch über 2 Jahrzehnte hochgehalten werden konnte, doch schon längst von der USA, der neuen Weltmacht, abgelöst schien. Auch damals waren die Schulden und die Kriegsausgaben, speziell während des anhaltenden 2. Weltkrieg nicht mehr tragbar, sich zudem gegen die aufgebrachten Kolonien und Feindstaaten zu behaupten, wie es der USA seit einigen Jahren nach jahrzehntelangen Verschleiß und Kosten in unendlichen imperialen Kriegen heute ebenfalls widerfährt. Immer neue Kredite von außerhalb brachten das Schiff schlussendlich auch damals zum Kentern. Heute stehen sich mit der USA und China neue/alte Machtblöcke gegenüber. Die hegemoniale Macht scheint sich schrittweise nach Fernost zu verlagern. Schon heute ist China wirtschaftlich, zaghaft militärisch, in sämtlichen Ländern der Welt beteiligt, doch glücklicherweise bezüglich militärischer Aggression dem amerikanischen Vorbild noch weit entfernt. Doch die Militärausgaben steigen stetig, das globale Wettrüsten nach dem verheerenden 2. Weltkrieg schreitet von jeglichen Seiten gefährlich voran. Tatsächlich scheint es China dem amerikanischen Vorbild in vielerlei Hinsicht gleich machen zu wollen. Schon längst ist China nicht mehr nur das kommunistische Land aus Fernost, sondern hochmotiviert kapitalistisch. Mit der neuen Seidenstraße werden Billioneninvestitionen, auch in Europa geplant und getätigt. Im schlechtesten Fall wird China die unsägliche Rolle des bisherigen Hegemons übernehmen, so dass wahrlich keine Verbesserungen zu Tage treten.

Derzeit scheint es als wolle jeder Beteiligte auf jeden Fall sein Gesicht waren, seine Interessen notfalls mit aller Gewalt durchzusetzen. Vor Provokationen nicht zurückschrecken und -weichen. Somit stehen seit geraumer Zeit ebenfalls neue Machtansprüche, auch alter Bekannter in den Raum, die trotz des ersten Abwinkens aufgrund von noch über nächste Jahrzehnte „gültiger“ Verträge nun dennoch Beachtung finden dürfen, zu denen an dieser Stelle ein paar Gedanken zusammengetragen werden sollen. In letzter Zeit war viel die Rede von Deutschlands neuen imperialen Interessen mit Hilfe der europäischen Union.

Für die Weltmacht USA wäre eine starke Abspaltung Europas ein Tiefschlag und der wahrscheinlich plötzliche Zerfall seiner imperialen Macht und Stärke. Bedenkt man das die damaligen Verlierer heute noch an seinen Hegemon bezahlen, zahlreiche Militärstützpunkte aus kolonialen Steuergeldern finanzieren müssen. Denn bis zum Amtsantritt des neuen amerikanischen Trumps stand die Souveränitätsfrage sämtlicher europäischer Staaten innerhalb der Regierungen nie zur Debatte, diese hatte man stets durch Augenwischerei abgewunken und notdürftige Antworten bereitgestellt, meist aber geschwiegen, um die Menschen nicht allzu sehr in Abneigung zu verleiten, war man dennoch dem westlichen Hegemon grundlegend ergeben. Aufgrund der militärischen Basen und der Unterhaltung dieser, auch mittels des deutschen Staatshaushalts kann nur ein klares Verhältnis zu Tage treten. Nämlich das wirklich Deutschland seit dem 2. Weltkrieg zu keinem Zeitpunkt voll souverän agieren hätte können und dürfen. So wie jede Kolonie war auch Deutschland verpflichtet an die Siegermächte fortwährend ihre Reue und Strafen zu zahlen. Immerhin entwickelte sich Europa über die letzten Jahre und Jahrzehnte vollends zur us-amerikanischen Kolonie, aufgrund imperialer Geld- und Geopolitik und damit zum Teil dieses weltumspannenden Imperiums mit seinen unzähligen Militärstützpunkten und kolonialer Ausbreitung. In Europa sind stets Menschen an der Macht, die dem amerikanischen System ebenfalls weiträumig beigesessen sind. Als ein Teil dazu gehören. Die EU kann deshalb als Teil des Imperiums gezählt werden, da die Entscheidungen grundlegend von Übersee auszugehen scheinen. Gleiche Strukturen, dieselben Menschen und militärisches Gerät unter amerikanischer Flagge.

Nun scheint die USA ein Stück weit mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Innenpolitische Konflikte versalzen ordentlich die Suppe. Trump ist kein Militarist, er ist „nur“ Geschäftsmann. Der Streit innerhalb der us-amerikanischen (plus europäischen) Politik löst weiterhin große Beben aus. Es wird derweilen auf verbale Aggressionen und wirtschaftliche Sanktionen gesetzt. Dabei muss man aber speziell die neuerlichen Sanktionen gegen Russland neu betrachten. Vor geraumer Zeit sagte Henry Kissinger, daß von Russland weniger Konkurrenz ausgeht als von China. Seit dem die Sowjetunion nach dem Kalten Krieg zerbrochen ist, mussten in erster Linie neue Feindbilder her, um die imperialistische Agenda und damit die stete Aufrüstung und Ausbreitung zu rechtfertigen. Nordkorea, der Islam, Iran etc. Hauptsächlich galt es aber ebenso die wirtschaftliche Stärke gegenüber den Konkurrenten auszubauen, unliebsame Konkurrenten loszuwerden und wie die EU an der kurzen Leine zu halten. Eine namhafte und einflussreiche Denkfabrik verlautbarte vor ein paar Jahren, man dürfe nie wieder zulassen, das Deutschland seine wirtschaftliche Stärke mit deren Rohstoffreichtum des Ostens, speziell derer Russlands vereint. Eben das schien, wenn man den Worten glauben schenken darf, bis vor kurzen noch die größte Angst des vom Zerfall bedrohten Imperiums. In wie fern, diese Strategie heute noch Gültigkeit hat, ist außenstehend natürlich schwer zu beurteilen, doch ist ein massiver Angriff auf die deutsche Wirtschaft mehr als ersichtlich. Gerade in Tagen, in denen VW, wie nun auch Daimler neue Werke in Russland errichten will, ist der Zeitpunkt doch mehr als zu hinterfragen. Schon als die Manipulationen in den USA selber ans Licht kamen, plante VW ein paar Tage später die Vorstellung seines Jetta als lanciertes Flagschiff für den amerikanischen Markt. Schon damals hätte klar sein müssen, dass sich die amerikanische Wirtschaft nicht gern in die Suppe spucken lässt, schon gar nicht von einem deutschen Automobilhersteller. Es scheint politisches Kalkül zu genau passenden Zeitpunkten, als auch Deutschland neue Ambitionen entwickelt, mit den Offenbarungen zu Tage zu treten und einen Medienhype daraus zu machen, so dass letztendlich sogar jeder Deutsche seine eigene Technik verteufelt. Das nun die deutsche Lobby und Politik ebenso korrupt und habgierig ist, keine Frage. Sind das nun verdeckte Sanktionen/Strafen für deutsche Firmen in einem brutalen Wirtschaftskrieg der Großmächte?

Nun beschließt man ebenfalls Sanktionen gegen Russland aufgrund fadenscheiniger Fakten und Anschuldigung. Aber es war bekanntermaßen noch keine Lüge zu unglaubwürdig, um sie dennoch hinauszuposaunen. Das spielt aber auch keine Rolle. Strafen trägt man nämlich damit nicht dem Land auf, gegen das man die Sanktionen erhoben hat, sondern jenen Firmen im eigenen Land, die mit Firmen, hier betreffend in Russland Geschäfte machen wollen. Da Deutschland nun augenscheinlich sämtliche Sanktionen mit tragen muss, sind also auch ansässige Firmen betroffen, die ihre Geschäfte mit Russland aussetzen müssen. Wieder ist es Deutschland nicht möglich eigenständig zu handeln, was an den Reaktionen vollends deutlich wird. Sanktionen der EU bestehen zudem auch weiterhin.

Man könnte durchaus meinen, die Sanktionen sollen einen Krieg produzieren, da die Menschen im sanktionierten Land aufgrund der Povokationen ein Wutgefühl entwickeln dürften. Wenn die USA Sanktionen beschließen, sollte es die Regel sein, das bei Provokationen feindlicher Staaten, dass sind sie nun mal für die eigene Begründung, alle ihre Satalitenstaat nachziehen müssen, wie man es von der EU deutlich erkennt. Sanktionen gehen oft Kriegen vorraus, dabei ist aber entscheidend wer als Sündenbock herhalten muss. Außerdem ist man dem Staat ein Stück weit mehr untergeben, muss sich beugen. Nun sind wie schon angesprochen beispielsweise auch deutsche Autobauer betroffen. Vor dem erstmaligen Veröffentlichen des VW Dieselskandals in den Medien, hatte sich VW gegen die Sanktionen ausgesprochen, wollte seine Pläne in dem östlichen Entwicklungsland nicht aufgeben. Fest steht doch, dass in erster Linie Firmen benachteilige werden, die wirtschaftliche Beziehungen zu den saktionierenden Ländern unterhalten, somit grundlegend geschädigt werden. Außerdem werden Sanktionen durch amerikanisch Politik verhängt, auch bei deutschen Firmen angewandt. Diese müssen sich unsinnigerweise dem Staat bzw. dem Hegemon beugen, um keine Strafen zu erhalten. Gleiches kennt man aus Geschäftsbeziehungen kleinerer deutscher Firmen mit dem Iran, so dass keinerlei Beziehungen möglich sind auf Anordnung us-amerikanischer Befehle. In extremen Fällen werden sogar Konten gesperrt und Firmenvermögen eingefroren, jegliche geschäftliche Tätigkeit wird durch die staatliche Willkür nicht mehr möglich.

Sanktionen dienen die eigene Bevölkerung zu kontrollieren und Firmen im eigenen Land, oder auch Satalitenstaaten zu bestrafen und vielleicht auch konkurrenzunfähig zu machen. Im Falle der deutschen Autobauer könnte man dahingehend böses erahnen. Tatsächlich scheint es um Innenpolitik des Westens zu gehen und mit Russland hat man einen geeigneten Sündenbock gefunden, um eigene wirtschaftliche und politische Interessen zu behaupten. Das darf die deutsche Automobilindustrie nicht von Schuld befreien, doch aufzeigen wie perfide vielleicht die Menschen wiedereinmal manipuliert wurden sind, um sich auch ein Stück weit gegen ihre eigenen Interessen und ihre eigene Zukunft zu stellen.

Marcel L.

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