„Unregierbar“ vertritt die falschen Analysen

Kaum 12 Stunden waren vergangen, da wurde Deutschland stur dem implementierten System folgend, eine Unregierbarkeit nach der Bundestagswahl attestiert. Damit wird pauschal das Funktionieren eines gegenwärtigen staatlich politischen Systems, vor allem aber auch eines gesellschaftlichen Ordnungsprinzip, ausschließlich durch die Existenz einer Regierung bzw. alleinigen Herrschaft begründet, ohne auch nur ansatzweise bessere Alternativen dahingehend in Betracht zu ziehen. Dabei wird paradoxerweise grundlegend an anderer Stelle stets mangelndes Demokratieverständnis beklagt. Gerade keine absolute Mehrheit zu haben, sollte aber eigentlich den Auftrieb geben, fortwährend einen Konsens finden zu (dürfen) müssen und die zwingend notwendige Kooperation anzustreben, hochgehaltene Werte wirklich zu beweisen und den politischen, aber vor allem auch eigenen Egoismus hinten anzustellen. Schließlich wären alle halbwegs an wichtigen Entscheidungen beteiligt, vorausgesetzt Korruption und Vetternwirtschaft untergraben nicht die Entscheidungsfindung, was einer stärkeren Kontrolle bedarf und eventuell kleinere Verwaltungseinheiten dahingehend voraussetzt.

Klar bedeutet das auch den einen oder anderen Standpunkt ein Stück weit aufzugeben, doch begünstigt das wiederum Kompromissbereitschaft zum Vorteil an anderer Stelle. Letztlich sollte eben gerade diese Annahme ein Grundpfeiler einer fairen und achtsamen gesellschaftlichen Ordnung sein. Nur so kann eine friedliche und freiheitliche Gemeinschaft funktionieren, auch ohne es immer jeden Recht zu machen. Vor allem das Bewusstsein hinsichtlich Fairness und Gleichberechtigung muss dahingehend gestärkt werden. Dementsprechend auch niemanden abzuhängen und gesellschaftlich auszugrenzen, es sein denn, des ist der ausdrückliche Wille. Das schlussfolgert die besten und effektivsten Ergebnisse bzw. Gewinne unterm Strich für jeden, stellt aber leider auch eine Utopie im menschlichen Denken dar.

Der mediale Stumpfsinn macht aber hingegen in den alternative Medien kaum halt. Derart Schlussfolgerungen einer Unregierbarkeit sind daher grundlegend falsch und basieren ausschließlich auf Werten, die man fälschlicherweise als demokratisch deklariert. Sie sind Bestandteil eines tyrannischen und egoistischen Systems, in dem schlicht kein Wert auf Miteinander und Chancengleichheit gelegt wird. Dabei wäre es nun endlich an der Zeit umzudenken, neue politische und demokratische Lösungsansätze vor allem gemeinsam zu entwickeln, um der individuellen Stimme schließlich eine bedeutende Macht zu geben, was letztendlich jeder anzustreben vermag. Damit sollte prinzipiell auch das kriegs- und konfliktbehaftete mafiöse Kartell aufgebrochen werden.

Die derzeitige Parteienpolitik muss von Seiten der Wähler dringend überdacht werden, sie führt zu keinerlei Mehrwert und gesellschaftlichen Vorteil. Ein gewählter Politiker darf keinen Zwängen oder finanziellen Versuchungen unterliegen, außer seinen ehrlichen und moralischen Werten, sowie gesellschaftlichen verpflichtet zu sein, was die völlig Aufrichtigkeit dem Wähler gegenüber mit einschließt. Ein verändertes Wahlsystem, in dem die amtierende Politik in keine 2. Amtsperiode vertreten sein darf, sondern in steten Abständen ein Teil des Volkes sein muss, kann ebenso Voraussetzung für eine faire Politik sein. Somit muss es nahe liegen ausschließlich kontrollierbare Personen, anstatt darüber hinaus Parteien als politischen Vertreter wählen zu dürfen. Außerdem befördern gerade derart politische Gruppierungen dazu, dass Politiker hinsichtlich der richtigen Entscheidung, die immer noch im Auftrag und zum Wohle der Wähler bestimmt sein sollte, zu viele Bemühungen anzustreben, letztlich für schlechte Arbeit auch noch Geld zu bekommen. Permanent wird sichtbar, dass Politiker ausschließlich finanziellen Interessen folgen, aber keinen ehrenhaften Kodex, doch aufgrund mangelndem Verständnis und Kompetenzen, hinsichtlich vor allem wirtschaftlichen, aber auch geopolitischen und sozialen Entscheidungen, keinerlei Voraussetzungen mit bringen, über gesellschaftlich höchst elementare Belange entscheiden zu können.

Marcel L.

 

 

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