Wahlperioden verkürzen

Entgegen der derzeitigen Forderungen und Pläne, augenscheinlich aller Beteiligten im deutschen Bundestag, (dahingehend scheint man sich wieder mal einig), sollte es eher daran sein, die Wahlperioden zu verkürzen, als auch die Wahlen zu vereinfachen und vor allem die Wahlkämpfe abzuschaffen, somit als demokratisch rückständig und unzweckdienlich entfallen zu lassen, als jene politische „Ruhephase“ der Darsteller auf 5 Jahre zu verlängern. Da der Wahlkampf gefühlt sich sowieso mehr als ein Jahr zäh veranstaltet, tatsächliches politisches Handeln dem Stillstand innerhalb dieser Zeit erlegen scheint, könnte man beispielsweise eine 2 jährige Amtsperiode aller besetzbaren Posten in der Politik, dahingehend (effektiver) gleich zur gesellschaftlichen Urteilsbildung nutzen. Eingeschlossen einem Verzicht auf einen Wahlkampf, als dieses Theater wieder und wieder mit erheblich verbundenen Kosten zu betreiben. Vor allem somit tatsächlich und unmittelbar einen Politiker eine Beurteilung seiner vorgebrachten Leistungen zu unterziehen, ohne von Wahlkampfmanipulationen geblendet zu werden. Menschen lassen sich bekanntermaßen in einem sehr kleinen Zeitraum stärker beeinflussen, sich ihre Meinung zu bilden, weil sie aufgrund der Flut der Informationen völlig überfordert zu sein scheinen. Letztlich zum Leidwesen einer sauberen und ehrlichen Demokratie bzw. Gesellschaftsform. Der stete Wahlkampf und die negativen Folgen falscher Entscheidungen zeigt das ganz deutlich.

(Die Abstimmung könnte man tatsächlich in offizielle Ämter verlegen, welche ebenso gut für eine gegenwärtig „sichere“ Abstimmung mit vorhandenen Personal einstehen könnte, als das man demnächst wieder unzählige Personen mit „rumsitzen“ beschäftigen müsste.)

Darüber hinaus bräuchte eine grundsoziale, als auch richtungsweisend nützliche und einigermaßen libertäre Agenda für eine positive gesellschaftliche Entwicklung und zum Nutzen ausschließlich aller Menschen in einem Land überhaupt keine unterschiedlichen Arten/Parteien des politischen Handelns, so dass letztlich jeder Politiker den gleichen guten Job machen könnte, würde er den wahren Vorstellungen von Demokratie, Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen. Die individuelle Konkurrenz würde gegebenenfalls den Mehrwert schaffen. Heute kann man sich immer noch auf eine Partei im Rücken verlassen. Politische Konkurrenz würde eine Chance haben, richtig und wahrhaftig ehrlich betrieben zu werden, zu einem Mehrwert für die Gesellschaft zu führen. Was das aber derweilen nicht zulässt, ist der Drang und die Annahme großzügiger und vereinfachter Lebensumstände der Berufspolitiker durch ein liebsames und zahlungsbereites Klientel, sodass heute grundlegend eine Politik für die großkapitalistische Elite betrieben wird, die darüber hinaus auch noch dahingehend die Fäden in der Hand hat, über die politische Besetzung und damit über deren (oft ungerechtfertigten) Pensionsansprüche gegenüber der Gesellschaft zu entscheiden. Vor allem muss es möglich sein mehr Kontrolle der Gesellschaft über die Politik auszuführen, was ebenfalls kleinere Verwaltungseinheiten, anstatt ein zentalistisches Europa, nötig machen würde.

Schlussendlich sollte die Politik keine Form von Berufspolitikern zulassen, ferner gesellschaftsdienliche und natürlich auch gerecht bezahlte öffentliche Ämter stellen, in denen die Besetzung ständig wechselt. Natürlich müssten übergeordnete Anreize (hohe Bezahlung für gute Leistung) möglich sein, was aber die Gesellschaft auch bereit wäre zu „investieren“ in eine gute und gesellschaftsorientierte Politik. Somit sollten aber Politiker auch durchaus nach ihrer Amtszeit Entscheidungen untergeordnet sein, denen sie mit ihrem politischen Handeln vorher Verantwortung getragen haben. Dies würde dazu führen, dass Politiker weniger gesellschaftskritische Entscheidungen treffen, die ihnen nachträglich persönliche Nachteile verschaffen würden. Lobbyismus wäre auch nur wirklich begrenzt möglich, da man zu viele und immer neue Politiker „verwalten“ müsste, diese aber auch nicht gleich zum Lobbyismus neigen, da das wiederum Gefahr laufen würde, keine Aussicht auf eine politische Besetzung mehr zu haben. Lobbyismus würde ein Stück weit die Lebens- und permanente willfährige Versorgungsgrundlage entzogen. Natürlich würden Kritiker dieser neuen politischen Strukturen damit aufleuchten, dass vor allem Intellektuelle und Qualifizierte keine Motivation mehr hätten politische Verantwortung zu übernehmen, doch wäre andererseits dahingehend die Akzeptanz für politisches Fehlverhalten und einer Klientelpolitik zu Lasten der Gesellschaft weiterhin gegeben und für unveränderlich, als auch alternativlos erklärt. So wie es den Ansporn gibt, das unterbezahlte Jobs, zwar eher rar, durch qualifizierte Fachkräfte besetzt werden, werden sich auch motivierte und qualifizierte Menschen in eine seriöse Politik verirren, ein höherer Lebensstandard wäre dennoch möglich. Dazu benötigt es doch aber auch, die Berufung eines Politikers völlig neu zu überdenken, diesen schlussendlich neue Gewichtung beizumessen und neu zu justieren.

Marcel L.

  • Braucht der Kapitalismus die sogenannte „Energiewende“?

    Was ist das nur für ein grauenhaftes Gas, dieses CO2?! Keinerlei Differenzierung, keine Abgrenzung, keine Aufklärung, Nichts, von Niemanden, vor allem nicht von der „wissenschaftlichen Politik“. Alles je gelernte scheint plötzlich keine Relevanz mehr zu haben. Leider. Lernt man denn heut die Notwendigkeit dieser Gase überhaupt nicht mehr in der Schule, so dass man Jugendliche eher an der gotesken Aufgabe zu Teil werden lässt, „den CO2 Ausstoß scheinbar gänzlich zu stoppen“? Und das scheint tatsächlich in jeglicher Hinsicht gemeint zu sein? Sind wir als Gesellschaft völlig des Denken beraubt worden und werden uns weiterhin vorführen lassen, von einer Elite, die […]

  • Vitamin B12 und dessen Mythen in der veganen Ernährung

    Eines der umstrittentsten Themen, wenn es um die vegetarische bzw. gar vegane Ernährung in Kommentarspalten und Diskussionen geht, scheint der vorgebliche Mangel an Vitamin B12 zu sein, der eine gravierende Folge dieser Ernährungsumstellung sein soll. Dabei trägt dieses Thema erneut ausschließlich dazu bei, Ängste und Sorgen hervorzurufen, sich einer lebensgefährlichen Gefahr auszusetzen, würde man sich ausschließlich durch pflanzliche Produkte ernähren, bzw. auch nur auf Fleisch zu verzichten, welches im allgemeinen Konsens der Hauptlieferant für Vitamin B12 ist. Letztendlich ist das völlig unvollständig und falsch, um nicht zu sagen, völliger Blödsinn. Darüber hinaus überaus grundlegend egoistisch. Dabei muss man sich doch […]

  • Die Lobby spielt ihre Marionetten

    Im Internet wachsen die Forderungen nach der Entscheidung Glyphosat weitere 5 Jahre die Zulassung zu genehmigen, den vermeintlich zuständigen und schuldigen Agrarminister zu entlassen. Petitionen schießen wiedermal aus dem Boden, um den Menschen ihren Frust abzunehmen und vorzutäuschen, es gäbe hierrüber die Möglichkeit irgendetwas beizutragen über die Politik zu entscheiden. Dabei wäre es äußerst naiv anzunehmen, ein beispielloser Politiker, von dem man sonst nur äußerst nebenbei gehört haben dürfte, hätte eine derart einschlägige Entscheidung allein zu verantworten, hätte sich über die Köpfe seiner „Parteifreunde“ hinweggesetzt. Währenddessen der Rest der Klientelpolitik freilich versucht die eigenen Persönlichkeiten reinzuwaschen, in dem man vorgibt […]

  • Rundfunkbeitrag

    Nach guten 19 Monaten folgt nun der nächste „Bettelbrief“: Antwort auf „Widerspruchsbescheid des bayrischen Rundfunks“: Antwort auf ihre erneut unberechtigte und mangelbehaftete Forderung vom 16.10.2017, Hiermit lehne ich weiterhin eine Anmeldung beim Beitragsservice ARD ZDF Deutschlandradio ab. Ihre letzten Mitteilungen vom 31.8.2015, 01.09.2015, 3.1.2016, 24.2. 2016 und 4.3.2016, sowie jene vom 16.10.2017, weise ich erneut als unzureichend begründet und nicht zutreffend zurück. Ich verweise weiterhin auf die ausführliche Schreiben vom 3.10.2014, 22.11.2014, 20.6.2015, 27.7.2015 und 30.7.2015, als auch das ihnen Vorliegende vom 15.3.2016, in denen ohne Zweifel ein gesetzwidriges Verhalten, unter anderem zu meinem persönlichen Nachteil, seitens des Beitragsservice ARD […]

  • Bundesverfassungsgericht bestimmt über biologisches Geschlecht

    Sämtliche Urteile der Gerichte stellen heute mehr als je zuvor die Gerichtsbarkeit, vor allem aber die Gerechtigkeit, unseres vorherrschenden Systems in Frage. Der Fall des Ermöglichen von Einträgen eines „3. Geschlechts“ ins Geburtenregister mangelt vielleicht nicht an der Ernsthaftigkeit der Sache an sich, ferner zeigt es wiedermal in unseriöser Weise auf, wie leichtfertig, vielleicht auch vorsätzlich zielführend, große Teile des staatlichen Apparates ihre überaus existentiellen und wichtigen Aufgaben (nicht) wahrnehmen. Tatsächlich sind weite Teile der heutigen Entscheidungsträger ungeeignet und untragbar gesellschaftliche Interessen zu vertreten, nicht mal in der Lage und gewillt, bestehendes Recht ordnungsgemäß und frei von jeglichen Hürden, vor […]

  • Amerikas Schattenregierung

    Den „Council on Foreign Relations“ darf man leider als die einflussreichste private Institution des heutigen Imperiums bezeichnen. Er ist das „Verbindungsglied zwischen den großen Konzernen und der Regierung… Die Wichtigkeit dieser Vereinigung für das Verständnis der Grundmotive und Grundlinien amerikanischer Weltpolitik kann kaum hoch genug veranschlagt werden … Dennoch haben die allermeisten Bürger dieses Landes, das sich für das bestinformierte Gemeinwesen aller Zeiten hält, keine Ahnung von der Existenz eines solchen Gremiums …“ (William Domhoff, politischer Wissenschaftler). „Die freie Presse dieses Landes nimmt sich die Freiheit, ein Gremium, in welchem die mächtigsten Männer dieses Landes sich mit Weltpolitik befassen, als […]

  • Der moderne Feudalismus

    Die moderne „Demokratie“ mit all ihrem Rechtssystem ist nichts anderes, als der Fortschritt des Feudalismus des frühen Mittelalters bis in die Anfänge des 19 Jhd. hinein. Gesellschaftlich voran gekommen ist man damit definitiv noch nicht. Nur die Fassade baut sich im Kapitalismus oder auch im Sozialismus, wie man es nun immer auch nennen mag, grundlegend schöner und anmutender auf. Vieles dabei ist bei genauerer Betrachtung schlicht illusioniert. Könnte man aber auch vielleicht nur meinen, denn den Menschen früher mag man Ähnliches erzählt haben. Mit fortschreitender Industrialisierung ist es jedenfalls mehrheitlich die Konsumgesellschaft, die den Menschen höchst freiheitliche Werte vorgaukelt und […]

  • Dieses Europa ist abscheulich

    Die Ereignisse der letzten Tage in Spanien haben gezeigt, was das politische Demokratieversprechen in Europa wirklich wert ist. Zweifelsohne: Nichts. Es ist schlicht traurig und enttäuschend mit welcher Gewalt dieser Tage gegen den Willen vieler Menschen vorgegangen wird. Deutlich wird, es gibt leider keine gemeinschaftlichen Werte in Europa. Und wenn sie noch so umhergepredigt werden. Der Sozialismus, der Frieden, die Gerechtigkeit oder das Miteinander. Es ist alles gelogen. Die Politik treibt tiefe Gräben in die Gesellschaft auf Grund ihres starren Egoismus. Sie riskiert Aufstände und Kriege, Gewalt und Leid, will aber ihre Fehler nicht erkennen. Machtbesessen ist die Politik eine […]

  • Eine Prise vom Nationalismus

    Das Referendum in Spanien bringt natürlich auch Stimmen hervor, die den Katalanen blinden Egoismus und vor allem auch sturen Nationalismus vorwerfen. In der Tat hat diese Haltung schon gravierende Probleme in der Vergangenheit hervorgebracht, doch kann man nicht einfach davon absehen, die Entwicklungen im Vorfeld zu betrachten. Auch wird dieser all zu oft gezielt kalkuliert manipuliert und gesteuert eingesetzt. Ebenso verwerflich wie fremden Menschen mit anderer Nationalität, Hautfarbe oder Sprache einem blinden und stumpfen Hass entgegenzubringen, ist es aber einfachen Menschen mit individuellen Bedürfnissen und grundlegenden Ängsten und Bedenken diese Charaktereigenschaften unbegründet anzuheften. Hier wiederum geht’s nicht darum Grenzen zu […]

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*