Warum sich jeder eine Verschwörungstheorie ausdenken kann

Autor: Rote_Pille

Donnerstag Abend. Die Arbeit hatte sich länger hingezogen als erwartet, also betrat ich die Loge etwas gehetzter als üblich.

Da auch leichte Verspätungen bei den Brüdern nicht sehr hoch im Kurs standen, hatte ich schon mit missbilligenden Blicken gerechnet. Doch zu meinem Erstaunen schien es so, als sei ich unter den Ersten, die gekommen waren. Der Saal war ungewöhnlich leer und schien schlechter beleuchtet als sonst. Ich konnte am Tisch lediglich zwei Personen ausmachen: Den Logenmeister und noch einen Bruder, den ich nie zuvor gesehen hatte.

„Willkommen, Bruder.“ tönte es mir entgegen, während ich hektisch meine Jacke an der Garderobe ablegte und mich zu meinem Platz beeilte. Ich blickte in die Richtung des Logenmeisters, der ungerührt fortfuhr: „Wir haben heute einen speziellen Gast.“ – „Guten Abend“, entgegnete ich, und näherte mich heran, in der Erwartung, der Meister würde mir den Mann vorstellen. Das Warten war jedoch vergeblich, der Meister sagte lediglich: „Ihr werdet heute alleine arbeiten.“ Mit diesen Worten stand er auf und verabschiedete sich mit dem üblichen Handschlag von mir, und ließ mich mit dem unbekannten Bruder zurück.

Ich setzte mich auf den Platz gegenüber und dachte mir, jetzt würde sich der Mann selbst vorstellen, was jedoch nicht geschah. Erst nachdem ich das metallische Klicken der zugehenden Tür vernahm, entschloss ich mich dazu, das Eis zu brechen und mich ihm vorzustellen. Ich sagte: „ich glaube wir wurden einander noch nicht vorgestellt“, nannte meinen Namen und reichte ihm die Hand zum Gruß.

Er erwiderte den Handschlag nicht, sah mir direkt ins Gesicht und sprach: “ Ich gehöre einer anderen Gruppe an.“ Ich zog die Hand zurück und fragte genervt „Na gut, erklären Sie mir zumindest was hier vor sich geht? Wo sind die anderen Brüder?“ – „Vergiss die anderen Brüder, die brauchen wir nicht“, antwortete der Mann langsam, aber mit Entschlossenheit in seiner Stimme. Ich bohrte weiter: „OK, und worum geht es?“ Er erwiderte: „Du magst doch unsere Filme, oder?“ – Mein Gesichtsausdruck wechselte von freundlich zu leicht erstaunt und ich fing an zu überlegen. In den letzten Wochen hatte ich mit den Brüdern oft über Hollywoodfilme diskutiert, allerdings ohne besondere Hintergedanken. Meistens gingen diese Diskussionen von mir aus. Daher antwortete ich neugierig: „Ich bin mir nicht sicher was Sie meinen, ich mag Filme, aber ich kenne Sie leider nicht, deshalb müssen Sie schon deutlicher werden. Welche Filme sind ‚Ihre‘ Filme?“ Der Mann beugte sich leicht nach vorne und strich sich mit der Hand über den Mund, so als würde er versuchen ein Lächeln wegzuwischen. „Welche Filme? Welche Filme? Natürlich die besten der Besten! Sag mir, welche mochtest du in letzter Zeit besonders? Was hat bei dir Eindruck hinterlassen? 10:1, dass es von uns stammt.“ Ohne eine Vorstellung, worauf das hinauslaufen sollte und wieso ich überhaupt dieses merkwürdige Gespräch mit dem Mann führte, der sich weiterhin weigerte sich endlich vorzustellen, antwortete ich nach kurzem Überlegen: „Nun ja, die ‚Tribute von Panem‘, von denen der letzte Teil erst kürzlich lief, haben mir sehr zum Beispiel sehr gefallen. Die Fortsetzungen sind nicht schlechter geworden. Oder ‚The Avengers: Civil War‘ und ‚X-Men: Apocalypse‘. Oder…“ – „Siehst du, da haben wir schon ein paar gute Beispiele!“, unterbrach mich der fremde Mann offensichtlich amüsiert.

„Nehmen wir die ‚Tribute von Panem‘. Weißt du auch, wieso dieser Film besonders gelungen ist?“ – „Hm, vielleicht liegt es am Budget – mit so viel Aufwand kann man die besten Schauspieler kaufen und so weiter…“, setzte ich an, wurde jedoch erneut jäh unterbrochen: „Budget – tss, tss, Unfug. Dem Budget braucht man nicht nachzujagen, ein Film wird kein Erfolg weil man Geld über ihm ausschüttet, sondern sein Potential zieht das Geld erst an“. In dem leicht beleidigten Ton fuhr er fort: „Der Film ist so gut, weil er eine Aussage vermittelt, die bedeutsam ist. Hast du die Message verstanden?“ Ich blinzelte unwillkürlich, fing jedoch wieder an zu lächeln, als ich scherzhaft erwiderte: „Tut mir Leid, nein. Ich glaube, das liegt daran, dass Jennifer Lawrence meine ganze Aufmerksamkeit verschlungen hat … ähm, ich meine natürlich ihre schauspielerische Leistung.“ – „Nun gut“, erwiderte der Mann mit ernster Miene, „so denk jetzt darüber nach. Ich unterstütze dich.“ – „Gut“, entgegnete ich, „Message… Message… ich gehe mal davon aus, dass Jennys … ich meine Katniss‘ Liebesgeschichte nicht so wichtig für diese Message ist? Sondern wahrscheinlich das, was wir von der politischen Situation in Panem lernen und auf unsere Gesellschaft abbilden können? Das politische und mediale Regime von Präsident Snow ähnelt auf jeden Fall sehr unserem eigenen korrupten sozialistischen System. Große Teile unserer Gesellschaft sind nach jahrzehntelanger Brot-und-Spiele-Politik nicht weniger dekadent. So eine Revolution wäre doch auch hier nicht schlecht.“ – „Hm. Guter Ansatz. Was noch?“

– „Wir könnten es als Ausblick auf die Zukunft sehen“, fuhr ich fort, in der Hoffnung den Mann mit der Raterei beeindrucken zu können. „Wie sieht diese Zukunft aus?“, bohrte der Mann nach während er seinen Kopf auf seine mittlerweile gefalteten Hände legte. Meine Fantasie erschöpfte sich so langsam. Da ich eher zu den Leuten gehöre, die lieber eine Frage zu viel als zu wenig stellen, entgegnete ich: „Ich verstehe nicht ganz was Sie meinen.“ Der Mann nahm die Hände wieder auseinander und lehnte sich etwas zurück, so als würde er eine Strategieänderung erwägen. „Na gut, dann frage ich eben anders: welche Szene hat besonders viel Eindruck bei dir hinterlassen?“

Bei der Antwort konnte ich jedenfalls nichts Falsches sagen und so musste ich nicht lange überlegen: „Die Szene in der Katniss Präsidentin Coin abgeschossen hat!“ – „Wofür steht Präsidentin Coin?“, entgegnete mir der Mann mechanisch, was meine wiedergewonnene Zuversicht erneut verpuffen ließ. Ich hätte am liebsten „woher soll ich das bitte wissen?“ gerufen, doch einen Versuch wollte ich noch wagen: „ich glaube, sie steht für die Leute, die die Macht ergreifen, nachdem dieses System gescheitert ist.“ Am Gesichtsausdruck des Mannes konnte ich ablesen, dass er mit der Antwort noch nicht zufrieden war. Er gab mir eine Hilfestellung: „Diese Leute kommen aus einem Distrikt, der von den anderen getrennt ist und den das Kapitol nicht besetzen kann, weil er über Atomwaffen verfügt“, erklärte er. Daraufhin bekam ich eine Eingebung: „Der Distrikt könnte für ein anderes Land stehen, welches außerhalb der westlichen Einflusssphäre steht. Das könnten Russland oder China sein.“ – „Sehr gut“, sagte der Mann und schlug ganz sachte auf den Tisch. „Und Präsidentin Coin und ihre Regierung?“ – „Präsidentin Coin und ihre Regierung stehen somit für die russische Regierung, oder die Eurasier“, antwortete ich, nun spürbar sicherer und entschiedener. „Die alternative Rechte gehört auch dazu, weil sie auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit denen aus sind, und im Grunde den gleichen Kollektivismus predigen – sie sind wahrscheinlich deren Ableger. Sie glauben, dass sie die Macht hier bald übernehmen können, weil die allgemeine Unzufriedenheit mit der heutigen Situation so hoch ist.“

– „Das glauben sie, ja?“, erwiderte der Mann fast schon flüsternd und mit einem sanften Lächeln im Gesicht. „Und was ist folglich die Message?“ Es gab nur eine logische Schlussfolgerung, und dennoch verspürte ich ein leichtes Unbehagen sie auszusprechen: „Dass diese politischen Kräfte ebenfalls verschwinden werden?“ Mein Gegenüber ballte die Hände zu Fäusten. „Ganz genau! Sie müssen ebenfalls vernichtet werden, und zwar alle!“, sagte er aufgeregt, wobei er die Betonung deutlich auf die Worte „ebenfalls“ und „alle“ legte. Das war wohl die ominöse Message, dachte ich mir. Da mir nicht einfiel, was ich jetzt dazu sagen sollte, fuhr ich nach kurzem Innehalten fort mit: „Ok … und … warum? Warum müssen die alle – vernichtet werden?“ Ein leichter Ausdruck von Ablehnung, ja Verachtung, trat in das Gesicht des Mannes, doch es schien so als würde die nicht mir gelten: „Weil das nicht ihre Welt ist! Weil wir sie ihnen niemals kampflos überlassen werden! Weil sie kein bisschen besser sind als die übrigen Relikte der Vergangenheit, zu der sie gehören, einer Vergangenheit, die wir für eine leuchtendere Zukunft überwinden müssen!“

Das trug er mit einer Entschlossenheit vor, die mir überraschenderweise Furcht einflößte. Ich schluckte, während er mit ruhigerer Stimme fortfuhr: „Manchmal muss man jemandem nur einen kleinen Schubser geben. Erinnerst du dich daran, welche Politik der Spielmacher Präsident Snow empfohlen hat? Sieh dich um, was passiert gerade anderes in diesem „Land of Confusion“? Haha! Das transatlantische politisch korrekte Establishment soll so lange weitermachen bis es implodiert! Der eurasischen Seite wird es nicht besser ergehen, wenn die Zeit reif ist. Wir bringen sie alle gleichzeitig zu Fall! Die Russen werden sie auch nicht mehr beschützen können.“

Inzwischen hatte ich wieder genügend Mut gefasst um zu entgegnen: „Und wer – wer soll dann übrig bleiben? Es gibt doch keine anderen Parteien, die Einfluss ausüben.“ – „Hoho“, lachte der Mann wieder auf und warf belustigt den Kopf zurück. Nachdem er sich gefangen hatte rief er: „Brauchst du jemanden, der auf dich Einfluss ausübt?“ – „Nein, nein, Sie haben das missverstanden“, entgegnete ich hastig. „Ich meinte, es gibt niemanden, in dessen Interesse das alles ist. Der Mann sah mich eindringlich an und widersprach: „Bist du da auch ganz sicher? Wem ging es in Panem in jedem System gut? Wer wurde niemals in Zweifel gezogen, obwohl ohne ihn absolut nichts organisiert worden wäre? Wer hat den Lauf der Dinge … beschleunigt? Wer steht am Ende noch?“

Erneut ließ ich mir die Charaktere durch den Kopf gehen, während ich zur Wanduhr herüberschaute. In jedem System, überlegte ich, dafür kommt doch nur eine Person in Frage. Ich blickte wieder zu meinem Gesprächspartner und sagte zuversichtlich: „Der Spielmacher.“ – „Eine interessante Figur, nicht wahr?“, kam gleich als Antwort. „Hm. Und wofür steht er eigentlich?“, sagte ich in möglichst beiläufig klingendem Ton, so als könnte ich meine Neugier verbergen. – „Für sich selbst.“ Diese wage Beschreibung genügte mir nicht, aber ich hatte nicht viel Hoffnung mit einer direkten Frage eine deutlichere Erklärung zu erhalten, also versuchte ich von anderer Seite nähere Details zu erhaschen: „Wie ist er an seine Macht gekommen?“ – „Durch die erste Revolution.“ – „Sind wir noch im Film oder schon in der realen Welt? Im Film gab es doch nur eine Revolution, wenn ich mich recht entsinne. Oder meinen Sie das, was zur Gründung von Panem geführt hat?“ – „Nein, Unsinn. Die erste Revolution fand im Kopf statt.“ Ich setzte schon für einen tiefen Seufzer an, weil ich vollkommen davon überzeugt war, diesmal nicht darauf zu kommen, was er nun schon wieder meinte. Aber unerwarteterweise warf er noch einen Hinweis ein: „Denk an die eindrucksvollen Szenen.“ Als wäre ich von einem Blitz getroffen worden entfuhr es mir: „Die ersten Hungerspiele, natürlich! Als Katniss und Peter sich im ersten Teil weigerten, alleine zu gewinnen und die Autorität des ‚Ancien Regime‘ zerstört haben! Danach wurde der alte Spielmacher entfernt und wer trat auf den Plan – Plutarch! Aber ist der wirklich auf meiner Seite?“

– „Natürlich ist er auf deiner Seite. Er unterstützt dich.“ – „Und was ist mit den anderen?

Es sieht nicht so aus als würde das reibungslos ablaufen. Viele Leute sind abhängig von dem System. Selbst das prorussische rechte Anti-Establishment wagt es nicht, daran viel zu rütteln – sie wollen nur die Macht und Deutungshoheit, keine echte Veränderung, weil Veränderung eben auch Opfer abverlangt, selbst wenn es das Richtige ist“, sagte ich teils widerwillig, teils erleichtert, offen  darüber mit jemandem sprechen zu können, der es versteht. Ohne die geringste Spur von Verunsicherung oder Zweifel erwiderte er mir: „Umso besser für uns. Je feiger sie sind, desto mehr werden sie von denen verachtet, die sie anführen wollen. Wer Macht hat, aber nicht bereit ist das zu tun, was die Machtlogik verlangt, wird von jenen, denen diese Macht im Weg steht, vernichtet. Die Bevölkerung kann sich anpassen, wenn man ihnen vermitteln kann, dass sie keine andere Wahl haben.“

Die kurze Pause, die er einlegte, nutzte ich um einzuwerfen: „Sind Sie sich da auch ganz sicher, dass alle das schaffen? “ Das Schweigen, was folgte, hielt nur ein paar Sekunden an, aber wegen der Spannung in der Luft schien es mir wie eine Ewigkeit, bevor ich schließlich seine Antwort vernahm: „Wie auch immer, merk dir: nicht auf die Quantität kommt es an, sondern auf die Qualität!“ …

 

Vielen Dank an den Beitragsverfasser.

weiterführende Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tribute_von_Panem

(Dieser Blog steht für Meinungsvielfalt. Diese soll ebenso zum Nachdenken, wie auch zum Verstehen anregen. Sämtliche Beiträge verschiedener Autoren, sowie Gastbeiträge können voneinander in persönlicher Meinung und Einstellung abweichen. Vor allem von der Meinung des Bloggründers.)

 

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2 Kommentare

  1. Der Denkansatz gefällt mir. Ernst Jünger hat auch mal über einen Weltstaat nachgedacht. „…Jünger stellt als Möglichkeit an den Schluss: Dann könnte der menschliche Organismus als das eigentlich Humane, vom Zwang der Organisation befreit, reiner hervortreten…“
    (Wikipedia)
    So, wie ich das sehe, fühlen sich deutlich über 90 % der Menschheit in einer feudalistischen Ordnung gut aufgehoben. Von wegen „das eigentlich Humane“.
    Zum Thema gibt sogar die deutsche Wikipedia interessante Anregungen: Weltstaat, Weltregierung, Utopie, utopische Literatur – um nur einige Begriffe zu nennen.

    Den Film finde ich grauenvoll. Zwei mal hineingeklickt. Nee. „Starving games“, die Parodie, hat mich unterhalten. Ansonsten eher Madagascar oder Gravity Falls.

    • Ich habe nichts von einer Weltregierung oder einer feudalistischen Ordnung gesagt. Mein nächster Artikel, der hoffentlich bald rauskommt, stellt klar was ich von Staaten halte.

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